
Vorreiter-Branchen
Derzeit gibt es mehrere Schlüsselbranchen, die bei der Integration von KI und Robotik eine Vorreiterrolle einnehmen:
- Logistik- und Lagerhaltung: Zu den Anwendungsbereichen gehören Logistik, Lagerhaltung und Intralogistik sowie die weitere Lieferkette. Aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit und seines Wachstumspotenzials zieht der Sektor verstärkte Aufmerksamkeit auf sich.
- Fertigungs- und Industrieautomation: Da Unternehmen bestrebt sind, ihre Abläufe zu rationalisieren und die Produktionsqualität zu verbessern, spielen KI und Robotik eine immer zentralere Rolle in modernen Fertigungsstrategien. Der Sektor umfasst eine Vielzahl von Branchen wie die Automobilindustrie, die Elektronikindustrie und allgemeine Industriezweige wie die Pharmaindustrie. Schwerpunkte liegen auf hochqualifizierten Produktionsprozessen, Fabrikautomatisierungssystemen und präzisen Montageaufgaben.
- Dienstleistungssektor: KI unterstützt hier u.a. die Mensch-Roboter-Interaktion, ermöglicht beispielsweise eine natürliche Kommunikation und macht die Roboter personalisierter und benutzerfreundlicher. Die Nachfrage wird von steigenden Kosten und den Arbeitskräftemangel getrieben. Die Zukunft liegt in hybriden Modellen, bei denen Roboter repetitive Aufgaben übernehmen und Menschen für die persönliche Ansprache sorgen.
Neue Vision für KI in der Robotik
Roboter- und Chiphersteller investieren derzeit verstärkt in spezielle Hard- und Software, die reale Umgebungen simulieren. Diese sogenannte ‚physische KI‘ ermöglicht es Robotern, sich in virtuellen Umgebungen selbst zu trainieren und anhand ihrer Erfahrungen zu agieren, anstatt für Einzelaufgaben programmiert zu werden. Technologieunternehmen und Regierungen zeigen großes Interesse an dieser ‚Embodied AI‘. Künstliche Intelligenz (KI) verspricht die Revolution der Fertigung, doch in der Praxis scheitern viele Projekte an einer unzureichenden Datenbasis. Warum Sie erst Ordnung schaffen müssen, bevor Sie Künstliche Intelligenz erfolgreich nutzen können. ‣ weiterlesen
Ohne Datenordnung keine Effizienz: Wie Sie Ihre Produktion KI-ready machen
- USA: Unternehmen wie Amazon, Tesla und NVIDIA kündigten Rekordinvestitionen an. Das Risikokapital fließt in ein wachsendes Ökosystem von Start-ups, die sich auf spezialisierte Roboteranwendungen konzentrieren.
- Europa: ABB unterzeichnete jüngst eine Vereinbarung zur Veräußerung seines Robotikbereichs an die japanische SoftBank Group. Mit dem Zusammenschluss sollen die Kompetenzen im KI-Bereich von ABB Robotics mit denen von SoftBank gebündelt werden.
- China: Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) kündigte einen speziellen Aktionsplan zur Beschleunigung der ‚Embodied AI‘ an und hat diese als ‚Zukunftsindustrie‘ eingestuft, die für Chinas wirtschaftliche Transformation von entscheidender Bedeutung sein soll.
Ausblick
In den kommenden fünf bis zehn Jahren wird KI voraussichtlich in verschiedenen Robotikanwendungen breit eingesetzt werden. Durch Effizienzsteigerung, Fehlerreduktion und Senkung von Wartungskosten, verspricht es Unternehmen im Vergleich zu Nicht-KI-Systemen oft einen schnelleren Return on Investment (ROI).
„KI verändert die Robotik rasant“, sagt Takayuki Ito, Präsident der International Federation of Robotics. „Mit der Integration von KI in die Robotik lassen sich Fähigkeiten verbessern, Effizienzen steigern und Anpassungsfähigkeit erhöhen. Diese Entwicklung verwandelt KI von einer unterstützenden Technologie in einen leistungsstarken Wegbereiter und öffnet damit Türen für einen breiteren Einsatz von Robotik über alle Branchen hinweg.“















