
Innerhalb eines Jahres ist der Anteil der Organisationen, die sich als fortgeschritten oder Spitzenklasse einstufen, von 8 auf 64% gestiegen. Gleichzeitig ist der Anteil derjenigen, die sich als in der Anfangsphase befindlich oder noch nicht begonnen sehen, von 53 auf 9% gefallen. 83% der Befragten setzen KI-Agenten ein, und 19% tun dies bereits autonom in großem Umfang. 80% berichten bislang über eine spürbare Kapitalrendite – mindestens eine Verbesserung um 10% durch ihre KI-Arbeit. Auf allen Reifegraden herrscht Einigkeit bei drei Punkten: Agenten benötigen Zugriff auf unternehmenseigene Inhalte; Governance ist entscheidend; und bei der Geschwindigkeit der Entwicklungen will niemand an ein einzelnes KI-Werkzeug oder eine einzige Technologie gebunden sein. Unternehmen auf der Spitzenklasse-Ebene erzielen deutlich bessere Ergebnisse. Die Hälfte dieser Unternehmen sagt, ihr ROI sei ’signifikant‘, also über 25%. Bei den Organisationen in der Anfangsphase trifft das nur auf etwa jedes neunte zu.
Dies sind die wichtigsten Erkenntnisse der Umfrage zum Stand von KI in Unternehmen heute
Allgemeine Assistenz (44%) und Helpdesk-Automatisierung (42%) sind weiterhin die häufigsten Anwendungsfälle. Auch die Spitzenunternehmen verfolgen solche Effizienzgewinne. Was sie unterscheidet: 48% der Spitzenunternehmen – gegenüber 23% der in der Anfangsphase – geben an, bestehende Arbeit auf viel größerem Maßstab als früher durchführen zu wollen. 41% – gegenüber nur 21% in der Anfangsphase – nennen völlig neue Arbeitsformen als Ziel, die vorher nicht machbar waren: z.B. ein Verkäufer, der Verträge prüft, ohne auf die Rechtsabteilung zu warten, oder ein internes Tool, das früher unausgebaut blieb, weil kein Entwickler frei war.
Trotz Prognosen erwarten 58% der Organisationen, dass die Mitarbeiterzahl in den nächsten drei Jahren steigt; bei den am weitesten entwickelten liegt dieser Wert bei 79%. Nur 9% sagen, dass Rollen heute hauptsächlich durch KI-Agenten wegfallen.
96% der Organisationen sagen, Agenten benötigen Zugriff auf unternehmensspezifische Inhalte. Nur 36% haben Agenten bereits mit vertrauenswürdigen Inhalten über viele Anwendungsfälle hinweg verbunden. Die Herausforderung 2026 sind nicht die Modelle, sondern wie Unternehmenswissen für Agenten zugänglich, nutzbar und vertrauenswürdig gemacht wird.
Fast die Hälfte (49%) der Organisationen hat bereits einen KI-bezogenen Datenvorfall erlebt. Dementsprechend ist die Übernahme von Governance-Rahmenwerken rasant gestiegen: Der Anteil mit etablierten oder fortgeschrittenen Rahmen stieg von 24% im Jahr 2025 auf 73% in diesem Jahr. Beim Instrumentieren sieht es anders aus: Nur 39% haben umfassende Transparenz über genehmigte und nicht genehmigte Nutzung; nur 34% formalisierte Standards für den Datenzugriff durch Agenten; 27% nennen ihre Governance weiterhin provisorisch oder in Entwicklung.
68% der Befragten sorgen sich darum, an einen einzigen KI-Anbieter gebunden zu sein. Seit der Umfrage 2025 ist die durchschnittlich offiziell eingesetzte Anzahl KI-Tools auf 3.3 gestiegen. 79% halten es für wichtig oder kritisch, dass Agenten ‚headless‘ arbeiten – also direkt mit Systemen, APIs und Datenquellen agieren, ohne Nutzeroberfläche. Die Spitzenunternehmen bauen so, dass sie nicht darauf setzen müssen, welche Tools sich durchsetzen.
Die Organisationen mit den stärksten Erträgen setzen KI nicht einfach öfter ein – sie operationalisieren sie anders. Sie integrieren KI in mehrstufige Workflows, verbinden Systeme mit Unternehmenswissen, formalisieren Governance und nutzen Agenten für neue Arbeitskategorien statt für isolierte Produktivitätssteigerungen für Einzelne. KI wird an der Spitze zu einer Kernbetriebsfähigkeit. Einer Fähigkeit, die heute messbaren geschäftlichen Impact liefert und beginnt, die Arbeitswelt zu verändern. Inhalte, Governance und Flexibilität sind die drei Fundamente des agentenorientierten Betriebs – und dort klafft die Lücke zwischen den Spitzenunternehmen und allen anderen besonders groß.
Im Jahr 2025 stellte sich noch die Frage, ob KI für Unternehmen wirklich wertvoll ist. 2026 ist diese Frage beantwortet. Die neue lautet: Wer schöpft den Wert – und wie.
Die Antwort liegt oben auf der Reifekurve: Spitzenunternehmen nutzen KI auf viel umfassendere Weise und bauen skalierbare betriebliche Gerüste um die Agenten selbst.
Die Bandbreite der Adoption ist dramatisch: 99% der Organisationen nutzen KI in irgendeiner Form; 83% operieren mit KI-Agenten; 42% haben diese Agenten in komplexe, mehrstufige Workflows teamübergreifend integriert; 19% – etwa jeder fünfte Befragte – betreibt Agenten bereits autonom in großem Umfang.
Vor einem Jahr nannten sich nur 8% der Befragten ‚fortgeschritten‘ oder ‚Spitzenklasse‘. Heute tun das 64%, und der Wert folgte: 80% berichten von mittlerem oder signifikantem ROI, und 51% haben bereits innerhalb von sechs Monaten nach Projektfreigabe geschäftliche Ergebnisse gesehen – eine Wende, wie sie sich bei IT-Initiativen noch vor zwei Jahren kaum vorstellen ließ. 30% berichten von signifikantem ROI – definiert als „messbarer Verbesserung über 25%“ beim verfolgten Kennwert.
Diese Zahl verdeckt die zentrale Erkenntnis: die Kluft beim signifikanten ROI zwischen Anfangsphase und Spitzenklasse. Nur 11% der Unternehmen in der Anfangsphase berichten von großem ROI, bei den Spitzenunternehmen sind es 50%. Das ist eine der größten Lücken in der Umfrage.
An der Spitze arbeiten Agenten an neuer Arbeit, nicht nur an günstigerer
Die meistgenannten Ziele beim Einsatz von Agenten sind weiterhin klassische Effizienzsteigerungen: Qualität und Konsistenz der Arbeit verbessern (55%), wiederholbare Aufgaben automatisieren (53%), Kundenerfahrung verbessern (48%). Was die Spitzenunternehmen auszeichnet, ist das Streben nach neuer Arbeit: 48% nennen als primäres Ziel, bestehende Arbeit auf einem viel größeren Maßstab als bisher zu betreiben, und 41% zielen – gegenüber nur 21% der Anfangsphase – auf völlig neue Arbeitsformen ab.
Spitzenunternehmen sehen auch in mehr Bereichen messbare Auswirkungen. Während Produktivität der Mitarbeitenden (43%) und Arbeitsgeschwindigkeit (42%) insgesamt am häufigsten genannt werden, sehen die Führenden einen bedeutenden Einfluss auch auf neue interne Workflows (über ein Drittel gegenüber 26% im Schnitt) und nahe einen Drittel in völlig neuen Produkten oder Einnahmequellen (gegenüber 22% über alle Befragten hinweg).
Agenten werden zur digitalen Belegschaft
Mit der Verbreitung im ganzen Unternehmen kristallisiert sich ein Betriebsmodell heraus. 36% der Befragten in der Anfangsphase beschreiben ihren Umgang mit Agenten heute als provisorisch oder experimentell. Bei Entwicklungs- und fortgeschrittenen Teams wird meist über eine zentralisierte Plattform oder Kontrollinstanz agiert. Spitzenunternehmen haben sich zu einer ‚verwalteten digitalen Belegschaft‘ entwickelt – Agenten werden formal eingeführt, mit definierten Rollen und Berechtigungen, und gemanagt wie Mitarbeitende. Auch eine klare KI-Führungsfunktion entsteht: 95% der Organisationen haben eine dedizierte leitende Rolle für KI, zuständig für Governance, ROI-Verantwortung und Kommunikation sowie kulturelle Transformation.

















