Siemens stellt ‚Eigen Engineering Agent‘ vor

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Bild: Siemens AG

Auf der Hannover Messe hat Siemens den ‚Eigen Engineering Agent‘ vorgestellt. Während KI-Tools und Copiloten lediglich Vorschläge generieren, arbeitet das kommerzielle KI-System innerhalb realer technischer Systeme eigenständig und übernimmt Planung, Ausführung und Validierung von Aufgaben. Er versteht seine Projekte, schreibt Automatisierungscode, konfiguriert Systeme und optimiert diese so lange, bis alle vordefinierten Leistungsvorgaben erfüllt sind.

Das System soll, im Vergleich zu manuellen Workflows, eine zwei- bis fünfmal schnellere Ausführung ermöglichen – ohne die Genauigkeit oder Zuverlässigkeit zu beeinträchtigen. Laut dem Unternehmen steigert es die Gesamtqualität um bis zu 80% und die Engineering-Effizienz um bis zu 50%.

Bei mehr als 100 Unternehmen, darunter Andritz Metals, Casmt und Prism Systems, in 19 Ländern wurde der ‚Eigen Engineering Agent‘ erfolgreich getestet. Dort hat er gängige Engineering-Aufgaben wie speicherprogrammierbare Steuerung (SPS), Visualisierung von Mensch-Maschine-Schnittstellen, (Human Machine Interface, HMI) und Gerätekonfiguration gesteigert.

Während sich die ersten Anwendungsfälle auf Arbeitsabläufe in der Automatisierungstechnik konzentrieren, ist der ‚Eigen Engineering Agent‘ dazu konzipiert, sich über die gesamte industrielle Wertschöpfungskette hinweg zu etablieren.

Die Markteinführung ist Teil der von Siemens im November vergangenen Jahres angekündigten Investition in industrielle KI in Höhe von einer Milliarde Euro.

Der ‚Eigen Engineering Agent‘ ist einsatzbereit und steht den mehr als 600.000 Nutzern im TIA Portal (‚Totally Integrated Automation Engineering-Plattform‘ von Siemens) zur Verfügung. Er ist Teil des Siemens Xcelerator-Portfolios und ab sofort digital verfügbar.