Viele Firmen ohne KI-Exit-Strategie

A male inspector or operator of a workshop for the production of
Bild: ©anatoliycherkas/stock.adobe.co

Laut einer aktuellen Studie von Red Hat haben 57% der befragten deutschen Unternehmen keine definierte Exit-Strategie, falls ihr primärer KI-Anbieter den Zugang einschränkt. Ebenfalls gemäß der Studie geben 37% dieser Unternehmen an, ein solcher Wechsel hätte moderate bis erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftskontinuität. Die Studie zeigt, dass nur 51% der deutschen Teilnehmer und Teilnehmerinnen vollständig nachvollziehen können, wo ihre Daten gespeichert, verarbeitet oder potenziell zugänglich sind. Gleichzeitig gestehen 46% der Befragten ein, keinen vollständigen Überblick zu haben. Bei 3% bestehe eine erhebliche Lücke bei der Transparenz. Insgesamt sagen 97% der Befragten, sie hätten zumindest teilweise Einsicht in diese Prozesse.

Agentic AI-Governance selten

Nur 30% der deutschen Unternehmen verfügen laut Studie über ausgereifte Governance-Strukturen für Agentic AI. Weitere 29% berichten von lückenhaften Regelwerken, und 27% beschränken sich auf grundlegende Regelungen. Länderübergreifend haben 64% zumindest teilweise oder umfassend Governance-Strukturen etabliert.

Politik soll Open-Source verbindlich machen

Nach Angaben der Studie sprechen sich 72% der befragten deutschen IT-Entscheider dafür aus, dass der Gesetzgeber Open-Source-Prinzipien wie Transparenz, Prüfbarkeit und entsprechende Lizenzmodelle verpflichtend vorgeben sollte, um Unternehmen bei der Erreichung von KI-Souveränität zu unterstützen.

Red Hat ließ die Untersuchung von Censuswide durchführen. Befragt wurden jeweils 100 IT-Entscheider aus Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Italien und den Niederlanden. Die Datenerhebung fand vom 20. bis zum 25. März statt.