Chancen für Maschinen- und Anlagenbau durch KI

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In dem neuen Positionspapier des VDMA zeigen sich die Chance, die Industrial AI für den Maschinen- und Anlagenbau bietet. Mit industriellem Domänenwissen, interoperablen Datenökosystemen und Anwendungen auf dem Shop Floor können effizientere und neue industrielle Wertschöpfungen etabliert werden.

Mit einem skalierungsfähigen digitalen Binnenmarkt, einem stärker integrierten europäischen Kapitalmarkt und einer klaren politischen Priorisierung von industriegetriebenen Innovationsökosystemen müssen passende Rahmenbedingungen gesetzt werden. Der VDMA setzt sich daher für eine innovationsfreundliche Umsetzung des EU AI Act sowie für eine abgestimmte nationale und europäische Robotikstrategie ein.

Das Positionspapier macht deutlich: Industrial AI entfaltet ihren Nutzen nur dann, wenn sie systematisch in industrielle Prozesse, gewachsene Architekturen und gesamte Wertschöpfungsketten integriert wird. Standards wie OPC UA und die zugehörigen industriespezifischen Companion Specifications, digitale Zwillinge und industriegetriebene Datenräume – etwa im Rahmen von Manufacturing X – schaffen dafür die Voraussetzung. Sie ermöglichen es, Daten sicher, interoperabel und skalierbar – auch unternehmensübergreifend  – zu nutzen und KI Anwendungen von der Pilotphase in den industriellen Dauerbetrieb zu überführen.

Ein besonderes Zukunftsfeld sieht der VDMA in der humanoiden Robotik. Sie gilt als Königsklasse der Industrial AI mit lernenden, räumlich agilen Systemen, die Wahrnehmung und Aktion direkt miteinander verbinden.

„Humanoide Roboter werden eine neue Maschinenklasse begründen“, erläutert Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA. „Sie finden Anwendung in Industrie, Logistik, Pflege, Haushalt oder Landwirtschaft. Quantitativ wie qualitativ bildet sich hier ein zentrales Zukunftsfeld der Industriegesellschaft heraus, das die europäische Industrie besetzen muss.“