Daten und Informationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu teilen, kann neue Möglichkeiten zur Kooperation zwischen Herstellen, Lieferanten, Servicedienstleistern und Endanwendern eröffnen. Aber wie lässt sich das in der Praxis umsetzen und welche Technologien sind erforderlich? Viele Hersteller können bereits Daten für ihre Produkte bereitstellen und liefern. Um diese Informationen zu visualisieren, steht zudem eine Reihe an Softwaretools zur Verfügung. Oftmals werden allerdings proprietäre Lösungen für die Anbindung einer Anlage oder eines Gerätes angeboten. Da die verwendeten Datenprotokolle nicht standardisiert sind, sind Schnittstellenanpassungen erforderlich. Die Daten sind nachher in unterschiedlichen Quellen verfügbar und somit von den Systemen abgekoppelt, die andere, nachgelagerte Prozesse steuern oder wichtige Informationen liefern können. Dabei wird oftmals nicht berücksichtigt, wie Menschen und deren Wissen sowie künstliche Intelligenz systematisch eingebunden werden kann. Denn nur Daten zu erheben reicht nicht aus, denn sie zeigen zwar etwas aber,
- was bedeuten sie?
- was ist nun genau zu tun?
- was ist die Lösung des Problems?
- wer kann diese erbringen?
- was wird an zusätzlichem Material benötigt?
- welches Wissen ist dafür erforderlich?
Eine IIoT-Plattform integrieren
Viele Technologieprojekte im Fertigungsumfeld scheitern, weil die erforderliche Datenmenge, die Komplexität der Zusammenhänge sowie der Aufwand und die Kosten unterschätzt werden. Außerdem fehlt oftmals die Bereitschaft, Daten in eine Cloud zu transferieren oder mit anderen zu teilen. Viele IIoT-Projekte kommen daher nicht über diese Entwicklungsstufe hinaus und verharren in einem internen Datenpool. Weitreichender Nutzen entsteht jedoch erst, wenn Maschinen, Prozesse, Geschäftsmodelle und Menschen zusammengebracht werden. Künstliche Intelligenz (KI) verspricht die Revolution der Fertigung, doch in der Praxis scheitern viele Projekte an einer unzureichenden Datenbasis. Warum Sie erst Ordnung schaffen müssen, bevor Sie Künstliche Intelligenz erfolgreich nutzen können. ‣ weiterlesen
Ohne Datenordnung keine Effizienz: Wie Sie Ihre Produktion KI-ready machen
Skalierbares Ökosystem
Eine Lösung für IIoT-Projekte ist ein skalierbares und offenes Ökosystem. Dadurch können Anwender datengetriebene Services und Geschäftsmodelle auf einer Plattform umzusetzen. Im Detail bedeutet das:
- Technische Anbindung diverser Systeme, Komponenten oder Sensoren mittels passender Hard- und Software
- Sammeln der notwendigen Daten
- Daten mit eingebundenen Wissensdatenbanken und KI anreichern
- Daten visualisieren und analysieren
- Daten in Benachrichtigungen und Aktionen umsetzen
- Direkt notwendige Prozesse anzustoßen bis hin zum Auslösen eines Wartungs- oder Serviceeinsatzes oder Teilelieferung.
Alles auf einer Plattform
Eine Plattform sollte dabei Systembrüche umgehen und einen geschlossenen Prozess bereitstellen. Dadurch können viele Probleme auch ohne Big Data Analytics identifiziert werden. Zum Einsatz kommen dann beispielsweise Datenauswertungen, Remote-Zugriffe sowie die Nutzung von Dokumentation und Wissen in der Organisation. Aus Praxisfällen und Rückmeldungen lernt das System dazu und kann um weitere Datenquellen ergänzen. Die Realisierung erfolgt dabei Schrittweise:
















