Adaptavist-Studie zeigt: Aus Angst vor KI halten Arbeitnehmer Fähigkeiten und Wissen zurück, um ihre Arbeitsplätze zu sichern

ZT
Bild: Adaptavist Germany GmbH

Die Einführung von KI fördert eine Kultur des Selbstschutzes, bei der mehr als ein Drittel der deutschen Knowledge Workers (35%) ihre Fähigkeiten zurückhalten, um ihre berufliche Bedeutung zu wahren. Arbeitnehmer der Generation Z trifft die Angst vor KI am stärksten: 35% berichten von Stress wegen eines möglichen Jobverlustes.

Dennoch fühlen sich 41% der Beschäftigten mit sinnvoll integrierter KI bei der Arbeit motiviert und voller Energie, gegenüber 31% ohne KI. Dies deutet darauf hin, dass nicht die Technologie selbst, sondern die Art, wie sie eingesetzt wird, ausschlaggebend für die Ergebnisse ist.

Die gefühlte Gefährdung von Arbeitsplätzen durch KI führt laut dem aktuellen Bericht ‚The human cost of digital transformation‘ des Technologieberatungsunternehmens Adaptavist weltweit zu einer Kultur des Selbstschutzes und der Angst am Arbeitsplatz. Die Studie zeigt, dass die rasante Einführung von KI enorme Auswirkungen auf den Wissensaustausch und die Weiterbildung hat: Drei von zehn Arbeitnehmern (30%) horten Wissen aus Angst, ersetzt zu werden, und ganze 35% geben zu, dass sie zögern, Kollegen in Bereichen zu schulen, die sie als ihre persönlichen Stärken ansehen.

Die Umfrage ergab, dass jeder Sechste (16%) wegen der Angst, durch KI ersetzt zu werden, direkt unter Stress und Ängsten leidet. Die Sorge um die Sicherheit des Arbeitsplatzes ist bei den jüngeren Generationen besonders groß: 35% der Arbeitnehmer der Generation Z geben an, Stress oder Ängste im Zusammenhang mit der Einführung von KI zu haben.

Trotz der Ängste der Arbeitnehmer, ersetzt zu werden, glauben immer noch 56%, dass ihr Unternehmen Mühe hätte, ihre Fähigkeiten zu ersetzen, wenn sie das Unternehmen verlassen würden. 60% befürchten, dass wichtiges Wissen verloren geht, wenn ihre Kollegen das Unternehmen verlassen. Diese Ergebnisse zeichnen ein komplexes Bild der psychologischen Auswirkungen, die der Einzug der KI am Arbeitsplatz auf die Arbeitnehmer hat. Sie sind hin- und hergerissen zwischen dem Vertrauen in ihre Fähigkeiten und der Sorge, welche Arbeitsplätze durch KI ersetzt werden könnten.

Neal Riley, Innovation Lead, The Adaptavist Group, kommentiert:

„Arbeitnehmer sind verständlicherweise besorgt über die Auswirkungen, die KI auf sie und ihre Arbeitsplätze haben könnte. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Führungskräfte bei der Einführung von KI umsichtig und einfühlsam vorgehen. Es liegt in der Verantwortung dieser Führungskräfte, KI-Schulungen und Weiterbildungen sowie ein angemessenes Change Management zu implementieren, um den Mitarbeitern zu zeigen, wie sich ihre Karriere parallel zur Technologie weiterentwickeln kann. Unternehmen sollten auch Anreize für den Wissensaustausch statt für das Horten von Wissen schaffen und Teams ermutigen, sich sicher genug zu fühlen, um ihre Meinung zu sagen, Ideen auszutauschen und zuzugeben, wenn etwas schief läuft. Wissen ist ein Mannschaftssport, der seinen Wert verliert, sobald er gehortet wird oder das Unternehmen verlässt. Die Studie bestätigt, dass Unternehmen, die KI mit diesem strukturierten Ansatz einbetten, eine Kultur schaffen, in der sich die Mitarbeiter als Teil des Weges fühlen. Das Ergebnis ist ein gesünderer, engagierterer und widerstandsfähigerer Arbeitsplatz, an dem die Technologie die Menschen unterstützt und nicht umgekehrt.”