Anpassbares Sichtfeld für mehr Flexibilität
Radarsensoren mit variabel einstellbarem Sichtfeld ermöglichen eine individuelle Anpassung an die jeweilige Applikation. Das ist besonders bei beengten Platzverhältnissen oder bei dicht nebeneinander stehenden Maschinen von Vorteil. Über die zugehörige Software lässt sich das Sichtfeld exakt definieren und auf den Sensor übertragen. So können auch asymmetrische oder korridorförmige Bereiche flexibel überwacht werden, ohne den Produktionsablauf einzuschränken. Die Überwachung dreidimensionaler Räume ist ein weiterer Pluspunkt der Radartechnologie. Anwender können Laufwege und Schutzbereiche präzise abgrenzen und den verfügbaren Platz optimal nutzen. Systeme wie PSENradar bieten einen großen Öffnungswinkel, der sich in 10°-Schritten anpassen lässt – je nach Anforderung auf einer oder beiden Seiten.
Die Möglichkeit, unterschiedliche Geometrien sicher zu überwachen, eröffnet weitere Einsatzfelder. Neben engen oder weiten Geraden können auch Flächen mit kleineren oder größeren Winkeln abgedeckt werden. In der Praxis lassen sich über ein flexibel anpassbares Sichtfeld etwa die Laufwege enger definieren, sodass der Platz in der Fertigung optimal genutzt wird.
Schnelle Integration dank Safety over Ethercat (FSoE)
Moderne Radarlösungen unterstützen offene Sicherheitsprotokolle wie Safety over Ethercat (FSoE). Das ermöglicht eine schnelle und zuverlässige Datenübertragung, was die Reaktionszeiten im Ereignisfall reduziert. Die Integration in bestehende Ethercat-Netzwerke ist unkompliziert, da die Auswertung der Sensordaten von einer Sicherheitssteuerung wie der konfigurierbaren Kleinsteuerung PNOZmulti 2 übernommen werden kann. Diese fungiert als FSoE-Master und überwacht alle sicherheitsrelevanten Funktionen der Radar-Applikation zentral. Durch die Einkabellösung wird nicht nur die Diagnose beschleunigt, sondern auch die Wiederinbetriebnahme der Maschine nach einem Stopp vereinfacht. Voraussetzung ist, dass die Sicherheitssteuerung unabhängig von der Standardmaschinensteuerung arbeitet. Künstliche Intelligenz (KI) verspricht die Revolution der Fertigung, doch in der Praxis scheitern viele Projekte an einer unzureichenden Datenbasis. Warum Sie erst Ordnung schaffen müssen, bevor Sie Künstliche Intelligenz erfolgreich nutzen können. ‣ weiterlesen
Ohne Datenordnung keine Effizienz: Wie Sie Ihre Produktion KI-ready machen
Im Pilz-System beispielsweise übernimmt die PNOZmulti 2 als FSoE-MainInstance die Überwachung aller Sicherheitsfunktionen einer Radar-Applikation in einem Gerät und stellt Verbindungen zu sicheren FSoE SubordinateInstances im Netzwerk her. Damit lässt sich das Radarsystem einfach in bestehende Ethercat-Applikationen integrieren und erreicht das für Roboteranwendungen erforderliche Sicherheitslevel SIL 2.
Komplettlösungen und einfache Konfiguration
Hersteller wie Pilz bieten Komplettlösungen an, die neben den Radarsensoren auch Dienstleistungen wie die Konformitätsbewertung der Maschine umfassen. Die Inbetriebnahme wird durch Konfiguratoren erleichtert, mit denen Anwender den passenden Schutzraum für jeden Sensor definieren können. Abhängig von der Anordnung, Installationshöhe und Neigung des Sensors lässt sich der Schutzraum individuell anpassen. Zusätzlich kann ein Warnraum eingerichtet werden, der bei Betreten optisch signalisiert und so ein frühzeitiges Eingreifen ermöglicht. So wird die Inbetriebnahme beschleunigt und die Anpassung an wechselnde Produktionsbedingungen vereinfacht.















