
Die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau bleibt weiterhin gedrückt. Nur 26% befragten Unternehmen bewerten die aktuelle Lage als ’sehr gut‘ oder ‚gut‘. Etwas mehr Unternehmen (32%) geben dagegen das Urteil ’schlecht‘ oder ’sehr schlecht‘ ab. Auch die Aussichten haben sich nur unwesentlich verändert. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (56%) erwartet in den nächsten sechs Monaten keine Veränderung der Situation. Mit 29% der Unternehmen sind jedoch mehr Befragte optimistisch als pessimistisch mit Blick auf die zweite Jahreshälfte. Etwa 15% erwarten eine Eintrübung der Lage. Im laufenden Jahr rechnen weniger als die Hälfte der Unternehmen (42%) mit einem nominalen Umsatzwachstum. Rund 30% erwarten einen Umsatzrückgang und knapp 28% eine Seitwärtsbewegung. Für 2026 sind die Unternehmen optimistischer. Hier sehen 58% ein nominales Wachstum als möglich an. „Unter dem Strich dürfte das laufende Jahr für die Mehrheit der Unternehmen durchwachsen verlaufen und sich ein Umsatzwachstum erst wieder 2026 einstellen“, sagt Dr. Johannes Gernandt, VDMA-Chefvolkswirt.
Absatzregionen unterschiedlich bewertet: Nordamerika bleibt vorne
Trotz der Handelsstreitigkeiten mit den USA werden die aktuellen Absatzchancen in Nordamerika als besonders günstig gesehen. 31% der Unternehmen bewertet die Situation mit ’sehr gut‘ oder ‚gut‘, jedes vierte Unternehmen meldet jedoch schlechte oder sehr schlechte Absatzchancen. Eine ähnlich positive Beurteilung liegt nur für den Nahen und Mittleren Osten vor. In Deutschland sind die aktuellen Absatzchancen weiterhin besonders schlecht. 43% sagen hier ’schlecht‘ oder ’sehr schlecht‘, während nur 18% ein positives Fazit ziehen können. Für China sieht es nur unwesentlich besser aus. 41% melden schlechte oder sehr schlechte aktuelle Absatzchancen und etwa jedes fünfte Unternehmen gab eine positive Rückmeldung.
Mit Blick auf das nächste halbe Jahr erwartet die Mehrzahl der Unternehmen keine großen Veränderungen. Europa schneidet noch am besten ab. 31% sehen eine Verbesserung der Absatzchancen in der EU und in Deutschland als realistisch an, in Nordamerika sind es 27%. In Nordamerika erwarten 15% der Unternehmen eine Verschlechterung im nächsten Halbjahr (Deutschland: 7%, restliche EU 3%). Die asiatischen Regionen werden durchgehend schlechter bewertet. In China erwarten beispielsweise 18% eine Verbesserung und 16% eine Verschlechterung der Absatzchancen über diesen Zeitraum.
















