
Hohe Investitionskosten halten fast jedes zweite deutsche Industrieunternehmen (49%) von der Automatisierung ihrer Prozesse ab. Gleichzeitig sehen 52% den Fachkräftemangel als größte Herausforderung. Dabei zeigt sich: Automatisierung kann beide Probleme entschärfen – fast die Hälfte der Betriebe hat bereits Kosten gesenkt (49%), und 42% berichten von einer spürbaren Entlastung ihrer Mitarbeitenden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage von RobCo unter 250 Entscheidern im Bereich Automation aus deutschen Industriebetrieben.
Auch wenn die Investitionen viele abschrecken, sie zahlen sich aus: Fast die Hälfte der Unternehmen, die bereits Prozesse automatisiert haben oder dies planen, konnten ihre operativen Kosten senken (49%). Auch qualitative Verbesserungen sind deutlich messbar: 42% der Unternehmen reduzierten manuelle Fehler, 46% steigerten ihre Qualität und ebenso viele ihre Produktivität. Zudem berichten 50%, dass Abfälle reduziert und Ressourcen effizienter eingesetzt werden. Künstliche Intelligenz (KI) verspricht die Revolution der Fertigung, doch in der Praxis scheitern viele Projekte an einer unzureichenden Datenbasis. Warum Sie erst Ordnung schaffen müssen, bevor Sie Künstliche Intelligenz erfolgreich nutzen können. ‣ weiterlesen
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Neue Finanzierungsmodelle
Bisher setzen die meisten Unternehmen beim Thema Finanzierung noch auf klassische Kaufmodelle oder staatliche Förderungen. „Beide Modelle haben aber ihre Nachteile. Mit alternativen Finanzierungsmodellen wie Robot-as-a-Service-Lösungen geht es deutlich einfacher, denn sie ermöglichen geringere Einstiegskosten und schnellere Entscheidungen. Trotzdem nutzen bisher nur wenige Unternehmen diese Chance“, berichtet Roman Hölzl, CEO und Gründer von RobCo. So nutzen im Schnitt lediglich 35% Leasingmodelle, und nur 25% setzen auf Revenue-Share-Modelle mit Anbietern. „Gerade Produktionsunternehmen können von flexiblen Modellen profitieren. So setzen sie ihre Projekte schneller um, ohne viel Kapital zu binden – und bleiben konkurrenzfähig gegenüber den Großen“, sagt Hölzl.
Überraschend hohe Automatisierungsreife
Trotz der Hindernisse sind deutsche Unternehmen weiter vorne als oft angenommen: Fast ein Drittel (30%) weist bereits einen hohen Automatisierungsreifegrad auf. Weitere 25% befinden sich auf einem mittleren Niveau und treiben die Einführung neuer Prozesse aktiv voran. Zum Vergleich: In den USA rangiert mit 56% der Großteil der Unternehmen noch auf den unteren Reifestufen. Mit 88% plant zudem die überwiegende Mehrheit, in den nächsten ein bis drei Jahren weitere Automatisierungslösungen einzuführen. „Unsere Studie zeigt: Viele Unternehmen machen sich das Leben schwerer, als es sein müsste“, so Hölzl. „Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen und er wird nicht von selbst verschwinden – ganz im Gegenteil. Automatisierung darf deshalb nicht als Hürde gesehen werden, sondern als Teil der Lösung. Wer jetzt das Gewöhnliche automatisiert, ermöglicht Fachkräften, sich auf das Außergewöhnliche zu konzentrieren. Auch die Kostenfrage ist einfach zu lösen: Mit Robot-as-a-Service sinkt für Firmen die Einstiegshürde. „Statt hoher Anfangsinvestitionen zahlen sie planbare Gebühren – und vermeiden langfristige Risiken“, meint Hölzl.















