
Revalize, ein Anbieter von PLM-, CAD- und CPQ-Software für die Fertigungsindustrie, hat den Stand der Einführung von KI- und intelligenten Technologien im Fertigungssektor untersucht. Die Analyse zeigt, dass Investitionen in Technologie weltweit trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten weiter stark ansteigen, insbesondere im Bereich KI und Automatisierung. Wie die Studienautoren weiter berichten, fällt es manchen Unternehmen gleichzeitig schwer, Talente mit den passenden Fähigkeiten zu finden, die diese Technologien effektiv einführen und nutzen können. Laut der Untersuchung ist diese Kompetenzlücke in der DACH-Region weitaus weniger ausgeprägt als in den USA. In beiden Märkten gelte, so die Autoren, dass Hersteller ihre Systeme verschlanken und ihre Mitarbeitenden gezielt weiterqualifizieren müssen, um KI-Potenziale optimal zu nutzen und den Return on Investment langfristig zu sichern.
Die Analyse basiert auf einer Umfrage unter 500 Führungskräften aus ausgewählten Fertigungsbranchen in den USA, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen in neue Technologien investieren, aber viele allmählich erkennen, dass die Voraussetzungen für den erwarteten Erfolg noch nicht erfüllt sind. Künstliche Intelligenz (KI) verspricht die Revolution der Fertigung, doch in der Praxis scheitern viele Projekte an einer unzureichenden Datenbasis. Warum Sie erst Ordnung schaffen müssen, bevor Sie Künstliche Intelligenz erfolgreich nutzen können. ‣ weiterlesen
Ohne Datenordnung keine Effizienz: Wie Sie Ihre Produktion KI-ready machen
Zentrale Ergebnisse:
- Technologie-Investitionen steigen weiter: 77% der weltweit befragten Führungskräfte berichten von gestiegenen Software-Budgets in den vergangenen zwölf Monaten (Vorjahr: 70%). Dies unterstreicht den Studienautoren zufolge den fortlaufenden digitalen Wandel. Zudem planen 93% der Befragten, in diesem Jahr neue Technologien, Tools oder Software einzusetzen.
- Ganzheitliche KI-Einführung bleibt hinter den Zielen zurück: 56% der Hersteller gaben an, KI bereits in ausgewählten Bereichen einzusetzen. Dass jedoch nur 10% von einer vollständigen Integration in ihre Abläufe berichten, zeige eine kritische Lücke in der Umsetzung auf, so Revalize.
- KI-Kompetenzen nehmen Rolle als Schlüsselqualifikation ein: Laut der befragten Führungskräfte steht KI-Expertise an erster Stelle des aktuellen Qualifikationsbedarfs. Den höchsten Bedarf aller befragten Länder vermelden mit 44% die US-Hersteller, die bei Investitionen in sogenannte menschenzentrierte Technologien eine Vorreiterrolle einnehmen. In der DACH-Region ist der Bedarf vergleichsweise niedriger, mit 28% jedoch ebenfalls hoch.
- Vertrauen in ‚Industrie 5.0‘ bleibt hoch, Realismus wächst: 84% der Hersteller weltweit und 86% in der DACH-Region fühlen sich bereit, sogenannte Industrie 5.0-Technologien einzuführen und zu nutzen. Der leichte Rückgang gegenüber dem Vorjahr spiegelt nach Ansicht von Revalize eine realistischere Einschätzung der erforderlichen Integrations-, Daten-, Kompetenz- und Personalkapazitäten wider.
„KI und Automatisierung verändern die Fertigungsindustrie grundlegend. Ohne gezielte Weiterbildung der Belegschaft bleiben die Erwartungen an diese Technologien jedoch unerfüllt“, erklärt Mike Sabin, CEO von Revalize. „Die kontinuierlichen Technologie-Investitionen der Branche müssen durch ein klares Bekenntnis zur Förderung von Talenten ergänzt werden – sowohl durch interne Programme als auch durch externe akademische Partnerschaften. Ich sehe 2026 als entscheidenden Wendepunkt: Hersteller werden den KI-Hype entweder hinter sich lassen und die notwendigen Schritte unternehmen, um die Lücke zwischen Investition und Bereitschaft zu schließen, oder sie werden von schnelleren Wettbewerbern im Wettlauf zur Industrie 5.0 abgehängt.“















