
Gerhard Rall feierte Ende letzten Jahres sein 50-jähriges Jubiläum als Geschäftsführer von Hainbuch. Er begann seine berufliche Laufbahn 1957, mit 15 Jahren, mit einer Mechanikerlehre bei der Wilhelm Hainbuch Präzisionsspannwerkzeugfabrik, einem Lohnfertiger in Marbach mit 23 Mitarbeitern. Nach der Ausbildung sammelte er Erfahrungen in anderen Unternehmen und machte seinen Maschinenbau-Techniker, bevor er 1964 als Betriebsleiter zum Betrieb zurückkehrte. Parallel studierte er Betriebswirtschaft in Heilbronn. 1966 heiratete er Hildegard Hainbuch, die Tochter des Firmengründers. „Ich habe in diesem Jahr gleich zwei Personen geheiratet“, sagt Gerhard Rall gerne mit einem Lächeln. „Zum einen meine wunderschöne Hildegard und zum anderen die juristische Person, die Firma Hainbuch.“ Ende 1974 trat er in die Geschäftsführung des in ‚Hainbuch GmbH Spannende Technik‘ umfirmierten Unternehmens mit 55 Mitarbeitern ein. Vom Lohnfertiger zu einem eigenen Produktportfolio zu kommen – das war damals sein größter Antrieb. Der Wendepunkt kam 1977 mit seiner Erfindung, dem Prinzip ‚Spanntop‘, das er 1980 in Europa und den USA zum Patent eintragen ließ. Diese Innovation sollte die Spanntechnik ‚revolutionieren‘ und wurde über die Jahre zum weltweiten Standard. Weitere Patente und bahnbrechende Ideen folgten, die das Unternehmen stetig voranbrachten. „Wir wollen unsere Kunden erfolgreich machen und streben nach Spitzenleistung und pfiffigen Lösungen, die für unsere Kunden den entscheidenden Unterschied machen. Besonders knifflige Spannsituationen sind für uns eine ständige Quelle der Inspiration und Motivation, neue und bessere Lösungen zu finden. Lieber scheitern wir mit einer Innovation, als erfolgreich zu kopieren“, so das Credo von Gerhard Rall. Heute beschäftigt Hainbuch 850 Mitarbeiter in elf Tochterfirmen und ist weltweit mit führend im Bereich der Spanntechnik und Automation.
















